DIE AUSWIRKUNGEN VON GLOBALISIERUNGSPROZESSEN AUF DIE VITALITÄT VON SPRACHEN IN WESTAFRIKANISCHEN STÄDTEN


Projektleiter:

Prof. Dr. Gudrun Miehe,Prof. Dr. Jonathan Owens PhD 

Projektzeitraum: 2000-2006

Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Teilprojekt A1 des Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg (SFB/FK 560) 

Projektbeschreibung:

Das Ziel des Forschungsvorhaben ist es, die Auswirkungen von Globalisierungsprozessen auf Sprachverhalten und damit einhergehend auf sprachliche Strukturen in städtischen Bereichen Afrikas zu untersuchen. Es wird von der Hypothese ausgegangen, daß die "sprachliche" Antwort auf Globalisierungsprozesse in Afrika nicht in einer Homogenisierung der Sprachenwelt, sondern eher in einer stärkeren Hierarchisierung der Sprachen besteht, die den verschiedensten Stufen einer interaktiven Dynamik zwischen lokalen und globalen Kräften entspringt. In diesem Zusammenhang wird zwischen direkten und indirekten Globalisierungsprozessen unterschieden. Ausgehend von der Vitalitätstheorie sind Untersuchungen zu Sprachgebrauch, Sprachstruktur und der Korrelation von sprachlichen Variablen mit allgemein sozialen Faktoren vorgesehen. Die beiden dafür ausgewählten Regionen - Maiduguri (NO Nigeria) und Banfora/Bobo Dioulasso (Burkina Faso) - weisen einige Unterschiede auf, u.a. hinsichtlich ihres sozio-kulturellen als auch ihres kolonialgeschichtlichen Hintergrundes. Es wird davon ausgegangen, daß durch den Vergleich der jeweiligen Daten die Aussagekraft der Untersuchungsergebnisse wesentlich erhöht werden kann, bzw. allgemeinere Schlußfolgerungen für in Afrika typische Entwicklungen gezogen werden können. 

Universität Bayreuth -